Training und Sport im Winter

Training im Winter

Rutschige und vereiste Wege, dunkle Abende, Minusgrade und Schnee lassen die Motivation zu sportlichen Aktivitäten im Winter sinken. Schaut man aber genauer hin, ergeben sich jedoch durch die ungewohnten Verhältnisse neue Trainingsreize, die Sie nutzen sollten.

1. Training bei Kälte

Das Training bei Minusgraden ist unproblematisch, solange es sich um moderates Grundlagen-Ausdauertraining handelt, der Sportler gesund ist und das Thermometer nicht unter minus 15 Grad fällt. Intensives Training in der Kälte ist dagegen weniger gut verträglich, da mit zunehmender Kälte der Reiz auf die Bronchien, Schleimhäute und Lungengefäße wächst.

2. Ausrüstung

Empfehlenswert ist ein Schal, der den Halsbereich wärmt. Überhaupt kommt es auf die richtige Sportkleidung an, da die meisten Sportler das Auskühlen gar nicht wahrnehmen. Bewährt haben sich atmungsaktive Materialien, die nach dem Zwiebelprinzip übereinander angezogen werden. Eine Mütze sollte auf keinen Fall fehlen, da ca. 60-80% der Körperwärme über den Kopf verloren gehen.

3. Vorbereitung

In den kühleren Monaten sollte besonders darauf geachtet werden, sich vor dem Training ausgiebig zu erwärmen und gleichmäßig zu trainieren. Das Dehnprogramm sollte im Warmen und nach einem Wechsel der feuchten Kleidung durchgeführt werden.

4. Das richtige Tempo finden

Versuchen Sie das Tempo an die Temperaturen anzupassen! Für die meisten ist das die größte Herausforderung, denn Studien zufolge trainiert fast die Hälfte der Sportler in einem zu hohen Pulsbereich. Dabei vertieft sich die Atmung und die kalte Luft strömt tief in die Lungen. Wer sich dauerhaft überanstrengt, der schwächt die Abwehrkräfte. Ausdauersport hat nur dann einen positiven Effekt auf das Immunsystem, wenn das Training aerob abläuft, das bedeutet, es steht genug Sauerstoff zur Energieumwandlung zur Verfügung. Grundvoraussetzung für eine Leistungssteigerung und gesunden Ausdauersport ist, seine Trainingsherzfrequenzbereiche zu kennen. Ein Fitnesscheck in Form eines Laktatstufentests kann hier helfen.

5. Sport bei Erkältung

Sollten sich Infekte anbahnen, ist Vorsicht geboten. Ein Kratzen im Hals und eine laufende Nase können erste Vorboten sein. Um die Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen, ist eine ruhigere Gangart geboten. Bei Fieber ist Sport ohnehin tabu! Wer das Sportverbot bei Erkältungen missachtet muss mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen rechnen.

6. Neue Trainingsreize im Winter

Besonders die eisigen und unebenen Bodenverhältnisse sorgen im Winter für aufregende Trainingseinheiten, da viele Laufsportler ebene Waldwege oder Asphaltstrecken gewohnt sind. Festgefrorene Spuren auf Waldwegen, Eisplatten in Kurven und Schnee sorgen für Unsicherheit. Besonders die ungewohnten Bodenverhältnisse beinhalten jedoch wertvolle Trainingseffekte für die Koordination des gesamten Bewegungsablaufs. Unebenheiten sorgen dafür, dass Bänder und Sehnen im Fußgelenk trainiert werden und der Schnee sorgt für zusätzliche Dämpfung. Auch hier gilt, Tempo drosseln, um Stürze zu vermeiden.

7. Stoffwechsel besonders aktiv

Gerade bei kalten Temperaturen ist der Stoffwechsel besonders aktiv. Der Energiestoffwechsel von Fetten und Kohlenhydraten kann so bei leichten Läufen stark angekurbelt werden.

In diesem Sinne:  Nichts wie raus an die frische Luft!

 

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.