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29.06.2009
15:20

Im Ziel

 

Nach 7 Tagen 21 Stunden 15 Minuten erreicht das Team gemeinsam die Ziellinie. Die letzte Etappe hat den Fahrern nochmals alles abverlangt. Die sehr harten Steigungen zum Schluss des Rennens waren sehr kräftezehrend. Dennoch erreichten das Team überglücklich die Ziellinie um 15:00h Ortszeit.

Für Emotionen blieb jedoch nur wenig Zeit, denn vom Ziel ging es gleich direkt zum Flughafen. Nun ist die gesamte Crew auf dem Rückflug nach Deutschland und kann sich langsam von den Strapazen erholen. Was bleibt ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Jetzt heißt es erst mal die Beine hochlegen. Die Erkenntnis über die eigenen Grenzen hinaus gewachsen zu sein wird sicher erst nach geraumer Zeit ins Bewußtsein rücken.

 

Ursula Ohnmacht(info@hubert-schwarz.com)weiterleitenPermalinkKommentare 1Gravatar: Ursula Ohnmacht
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27.06.2009
22:38

Die letzten Hürden

 

Ellenboro, West Virginia - 27. Juni

Die Équipe Schwarz hat gerade Zeitstation 44 erreicht. 2638 Meilen liegen hinter uns, 379 verbleiben noch.

Die letzten Stunden auf dem Weg zum Ziel sind angebrochen. Einerseits wird die Vorfreude auf diesen magischen Augenblick immer größer, andererseits müssen wir uns auf den letzten rund 400 Kilometern noch einmal mit hohen Hürden auseinandersetzen. Das Streckenprofil in den Apalachen und ihren Ausläufern ist wirklich giftig. Steile Rampen werden nach über 2600 Meilen im Sattel für jeden von uns zu einem zermürbenden Hindernis. Überhaupt geht es im steten Wechsel bergauf und bergab, sodass ein guter Rhythmus nur schwer zu finden ist. Die Zweier-Gruppen mit Eberhard und Dirk sowie mit Wolfgang und mir wechseln sich nun in kürzeren Intervallen ab. So kommen wir sicherer und schneller über die Berge.
Unser Ziel, den härtesten Radmarathon der Welt in weniger als acht Tagen zu bewältigen, werden wir wohl erreichen!

Ich hoffe, ihr drückt uns allen die Daumen, dass in der letzten RAAM-Nacht alles rund läuft und wir am Sonntag morgen gemeinsam die Ziellinie in Anapolis überqueren!

Hubert Schwarz(info@hubert-schwarz.com)weiterleitenPermalinkKommentare 2
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27.06.2009
02:06

Ein Fall für zwei

Mit jedem Kilometer, den ich hier zurücklege, wächst der Wunsch, dass ich vielleicht noch einmal zu diesem faszinierenden Rennen zurückkehre und es in einem Zweier-Team fahre. Die Équipe Schwarz gibt mir die Gelegenheit, diese Mischung aus sportlicher Herausforderung und Landschaftserlebnis zu genießen - ohne dauernd an meine Leistungsgrenzen gehen zu müssen. Gestern noch karge Wüste, heute üppig grüne Parklandschaft wie aus dem Bilderbuch. Die vielfältigen Eindrücke, die man aufnimmt, bleiben. Eines kann ich schon vor der Zielankunft mit Gewissheit sagen: die Faszination, die vom RAAM ausgeht, ist riesig!

Wolfgang Lenzen(info@hubert-schwarz.com)weiterleitenPermalinkKommentare 0
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27.06.2009
02:03

Die grüne Hölle am Mississippi

 

Greensburg, Indiana - 26. Juni

Die Équipe Schwarz hat gerade Zeitstation 39 erreicht. 2354 Meilen liegen hinter uns, 662 verbleiben noch.

In der Nacht zum Freitag erlebten wir einen der absoluten Höhepunkte des RAAM: die Überquerung des Mississsippi. Hubert Schwarz absolvierte im Sattel die Etappe über die Clark Bridge, die den mächtigen Strom bei Alton (Illinois) überspannt. „Schon als ich das RAAM noch solo gefahren bin, war das immer ein erhebender Moment für mich. Und zugleich ein Signal dafür, dass das Schlimmste wohl überstanden ist.“

Auch wenn der Mississippi hinter uns liegt, hat das RAAM nichts von seiner Härte eingebüßt. Nach wie vor ist es fast unerträglich heiß und schwül. So wird aus der eigentlich wunderschön anzuschauenden, dicht bewachsenen Hügellandschaft in Missouri und Indiana eine grüne Hölle. Die Fahrer können sich unter diesen Bedingungen im Wohnmobil nicht mehr optimal erholen und sehnen die Ziellinie schon ein wenig herbei.

Die Crew hat mit der manchmal sehr verzwickten Streckenführung zu kämpfen. Navigationsfehler passieren in der Hitze des Gefechts, aber die Équipe Schwarz ist inzwischen so gut zusammengewachsen, das ein Fahrer bei Bedarf für den anderen einspringt und so keine ärgerlichen Zeitverluste entstehen.

Jörg Wurdak(info@hubert-schwarz.com)weiterleitenPermalinkKommentare 0
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25.06.2009
21:37

Mir liegen diese Bedingungen

Ja, es ist extrem schwül und heiß - und dennoch laufe ich bei solchen Bedingungen zu Höchstform auf. Mir macht es Riesenspaß, mich auf diesen Glutofen einzustellen und im Sattel alles aus mir herauszuholen. Meinem Rennpartner Dirk und mir ist es gelungen, auf konkurrierende Teams Zeit gutzumachen. Manchmal kämpfen wir sogar Rad an Rad, überholen uns gegenseitig. Aber das sind keine verbissenen Zweikämpfe um Sekunden und Minuten. Es ist vielmehr ein gesundes Konkurrenzdenken, das uns und unsere Crew beflügelt und motiviert!

 

Eberhard Wagemann(info@hubert-schwarz.com)weiterleitenPermalinkKommentare 3
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