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Vietnam: Dorf der Freundschaft

George Mizo kämpfte als US-Soldat in Vietnam, wurde mehrfach verwundet und beschloss als Veteran, die Wunden, die der Krieg in dem asiatischen Land hinterlassen hatte, heilen zu helfen. Das „Dorf der Freundschaft“ bei Hanoi, das von Mizo 1992 gegründet wurde, kümmert sich unter anderem um Familien, deren Kinder körperlich behindert sind – Spätfolgen des Einsatzes von Entlaubungsmitteln (Agent Orange) im Vietnam-Krieg, der bei vielen Einheimischen Schäden im Erbgut hinterlassen hat. Auch Mizo selbst kämpfte mit den Folgen dieser Kriegsführung – er starb im März 2002.

Mizos Idee, für die Menschen in Vietnam, die so viel gelitten haben, ein „Dorf der Freundschaft” zu bauen, wurde von anderen Menschen angenommen, und so arbeitet eine internationale Gruppe, darunter viele Veteranen und ehemalige „Feinde” Vietnams, zusammen, um dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.
Das Dorf soll für seine Bewohner eine erweiterte Familie sein – ein Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen. Im Sommer 1993 erfolgte der offizielle erste Spatenstich. Im ersten Bauabschnitt wurde zunächst das Gelände, ein ehemaliges Reisfeld, mit Erdreich aufgefüllt, eine Zufahrtsstraße gebaut sowie Strom- und Wasserleitungen verlegt.
Im Oktober 1994 wurde das erste Haus fertiggestellt; bis Ende 1997 kamen insgesamt acht Wohnhäuser und die Basisgesundheitsstation dazu. 1998 wurden die ersten Bewohner aufgenommen. In den folgenden Jahren wurden ein Schul- und Rehabilitationsgebäude, ein Haus mit Werkstatt und Versammlungsraum sowie ein Wohnhaus für schwer behinderte Kinder gebaut. Seit Anfang 2003 leben ca. 100 Kinder und 30 ältere Menschen im Dorf. Abhängig vom Eingang weiterer Spenden, soll ein weiteres Haus gebaut und die Gesundheitsstation erweitert werden.

 

Tour-Daten

15. -23. April 2011
Teilnehmerzahl: max. 20

Ausgangspunkt unserer 8-tägigen Charity-Tour ist die Metropole Hanoi. Nach einer traditionellen Rikscha-Fahrt durch die Altstadt geht es hinaus ins Umland. Mit dem Rad erkunden wir das Tal Mai Chau, wo ethnische Minderheiten in archaischen Verhältnissen leben. Tags darauf geht es durch die sogenannte „trockene“ Halong-Bucht, die von Regenwäldern gesäumt ist und ein einzigartiges Landschaftserlebnis bietet. Die Halong-Bucht (Weltkulturerbe) mit ihren vielen bizarren Inseln gehört ebenso zum Programm – wir übernachten auf einem Boot! Wem die Radetappen (bis zu 200 km) zu lang sind, kann zeitweise auch in den Begleitbus umsteigen. Den Abschluss der Tour bildet ein Besuch im Dorf der Freundschaft.