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Der Lebenstraum vom Gipfelglück

Mit 60+ auf dem Gipfel des Kilimandscharo

Wenige Berge werden von den meisten Menschen auf den ersten Blick erkannt.
Das Matterhorn mit seinem prägnanten Gipfel ist einer davon, ein anderer ist der Kilimandscharo, der sich mit seinem schneebedeckten Gipfel über die Savanne Tansanias erhebt. Zahlreiche Geschichten, Bücher und Filme wurden über ihn verfasst. Die Einwohner Tansanias besingen ihn als heiligen Berg und für Generationen von Bergsteigern bildet der Gipfel das Ziel ihrer Träume - Träume, die oft Jahre oder gar Jahrzehnte existieren und auf ihre Verwirklichung warten.

Wenn sich die Reiseteilnehmer der „60+ Touren“ zu den Vorbereitungstreffen im Hubert-Schwarz-Zentrum versammeln, sind diese fest entschlossen, haben bereits ein konkretes Reisedatum und ein gemeinsames Ziel im Blick: Die Besteigung des Kilimandscharo.

Vom ersten Vorbereitungstreffen bis hin zum Austausch der Bilder bzw. dem Nachtreffen ist es dann vergleichsweise nur noch ein Katzensprung. Die Zeit ist angefüllt mit Vorbereitungen, Informationsaustausch und Treffen, bis schließlich die komplette Reisegruppe am Flughafen ankommt und eintaucht in die vollkommen andere Welt Afrikas.

Doch bevor es auf den „Kibo“ ging, war noch der Vorberg Mount Meru zu bewältigen, der mit seinen 4.566 Metern Höhe bereits eine gewaltige Herausforderung darstellte.
Belohnt wurde die Mühe durch zahlreiche Tierbegegnungen am Fuße des Mount Meru und die vielfältige und eindrucksvolle Landschaft. Die Wolken gaben immer wieder den Gipfel des Kilimandscharo in der Ferne frei, eine perfekte Einstimmung auf die folgenden Tage!

War man nach der Registrierung am Eingang des Nationalparks noch gesprächig, verstummten angesichts der bizarren Welt des Regenwaldes nach und nach die Gespräche.
Die scheinbar unberührte Wildnis versetzte die Teilnehmer in sprachloses Staunen. Moosbewachsene Bäume, verschlungene Flechten und Wasserfälle sorgen in diesem Teil des Kilimandscharo Nationalparks für eine einzigartige Atmosphäre.
Mit zunehmender Höhe lichtet sich der Regenwald und geht in Heide- und Moorland über mit den typischen Senecien und Erica-Bäumen.

Bis hierher waren alle Teilnehmer guter Dinge, das langsame Wandern forderte noch keine größeren Anstrengungen und die ersten beiden Hüttenübernachtungen hatten auch alle gut überstanden. Immer umsorgt von der Begleitmannschaft, die neben dem Transport des Gepäcks auch noch ein gutes, auf die Bedürfnisse der Wanderer abgestimmtes Essen auf den Tisch brachte, hatten alle die Hektik des Alltags längst hinter sich gelassen und genossen die gemeinsame Zeit.
Ein Tag diente der weiteren Akklimatisierung. Die Gruppe stieg rund 500 Höhenmeter auf und kehrte anschließend zu den Horombo Huts auf 3.720 Metern zurück nach dem Prinzip: go high, sleep low.

Die nächsten beiden Tage sollten für die Gruppe die härtesten Tage der Tour werden, langsam machte sich erste Nervosität breit. Alle Teilnehmer inspizierten ihr Gepäck und ihre Ausrüstung noch einmal akribisch, um für den Gipfelsturm gut gerüstet zu sein und ein Erreichen des selbigen nicht dem Zufall zu überlassen. Zunächst ging es durch die endlose Stein- und Lavawüste, die den Aufstieg bis zu den Kibo Huts begleitet. Oft wehen hier starke Winde, die feinen Sand mit sich führen, der sich unangenehm überall festsetzt. Doch weder von Winden noch von Wolken gab es eine Spur. Der Kibo zeigte sich von seiner freundlichsten Seite und empfing seine Gäste mit stahlblauem Himmel und einem Gipfel zum Greifen nahe.

Nach einer kurzen Nacht, die die meisten nur zum Ausruhen nutzen konnten, wurden um Mitternacht die Stirnlampen eingeschaltet und die Gruppe setzte sich im hellen Schein des Vollmondes in Bewegung. Während für einen Teilnehmer schon nach wenigen Metern der weitere Aufstieg zu Ende war, kämpfte sich eine andere Teilnehmerin bis über die 5.000 Meter-Marke, musste aber hier – begleitet von einheimischen Bergführern - umkehren.  Die übrige Gruppe zog weiter. An den Gipfel dachte von den Übrigen unterdessen noch keiner; man konzentrierte sich alleine auf die nächsten Schritte. Als sich der Himmel langsam von schwarz in rubinrot verfärbte, war die Gruppe bereits stundenlang aufwärts gegangen und Meter für Meter scheinbar unmerklich dem ersten Gipfel, dem Gilman’s Point nahe gekommen. Die aufgehende Sonne begleitete den Jubel und die Freudentränen beim Erreichen des Gipfels. Im Lichte des neuen Tages eröffnete sich ein unbeschreiblicher Blick in die 4.000 Meter tiefer liegende weite Savanne am Fuße des Kilimandscharo.

10 Teilnehmer hatten sich auf den Gipfel gekämpft, der Älteste unter ihnen mit stolzen 72 Jahren. Während fünf der Bergsteiger noch weiter zum Uhuru Peak gingen, beschloss der Rest abzusteigen.

Besonderer Höhepunkt der Reise war für viele Teilnehmer der Besuch der von Hubert und Renate Schwarz geförderten Schule in Arusha. Geschenke und Schulutensilien wurden an die Kinder verteilt, strahlende Kinderaugen dankten und ließen einen Eindruck zurück, der sich den Teilnehmern tief einprägte.

Das Besondere am Konzept der „Reisen 60+“ im Hubert-Schwarz-Zentrum ist die gewissenhafte und gründliche Vorbereitung mit Informationsveranstaltungen, Wanderwochenenden und Vortreffen. Die Reisen selbst werden stets von einem erfahrenen Reiseleiter und einem Arzt begleitet. Sicherheit und Gesundheit der Teilnehmer stehen an oberster Stelle, genauso wie die persönliche und individuelle Betreuung. Das Angebot von individuellem Coaching sowie einer Ernährungsumstellung rundet das Programm zu einem leistungsstarken Paket ab.

Im Hubert-Schwarz-Zentrum finden regelmäßig Informationsveranstaltungen zu Kilimandscharo-Besteigungen statt. Die nächsten Termine sind am 11.6. und 24.9.2010. Informationen finden Sie unter www.hubert-schwarz.com.


Christine Hofmann